Moin!
Du hast ein altes Tattoo, das dir nicht mehr gefällt, und überlegst, dir ein geiles Cover-up stechen zu lassen? Dann stellst du dir wahrscheinlich die Frage: Muss ich das alte Teil erst weglasern lassen oder kann ich direkt drüber tätowieren? Die gute Nachricht: Nein, du musst nicht zwingend lasern! Aber – und jetzt kommt das große Aber – es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest, bevor du dich entscheidest.
Ich bin Ozzy, Tätowierer in Hamburg, und ich hab schon so einige Cover-ups gestochen. Manche mit Laser-Vorbereitung, manche ohne. Und ich kann dir sagen: Beide Wege funktionieren, aber sie haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Lass uns mal durchgehen, was auf dich zukommt.
Muss ich mein altes Tattoo erst lasern lassen?
Kurze Antwort: Nein, musst du nicht.
Du kannst theoretisch jedes Tattoo mit einem neuen überdecken, ohne vorher zum Laser zu gehen. Aber – und das ist wichtig – ohne Laser muss dein neues Tattoo deutlich größer und dunkler sein als das alte. Das heißt, wenn du ein kleines schwarzes Tribal auf dem Oberarm hast, wird das Cover-up wahrscheinlich den halben Arm einnehmen und mit richtig satten, dunklen Farben arbeiten müssen.
Die meisten Tätowierer empfehlen eine Laser-Aufhellung, weil sie dir und mir als Tätowierer einfach viel mehr kreative Freiheit gibt. Mit einem aufgehellten Tattoo kann ich filigranere Motive stechen, hellere Farben verwenden und muss nicht strategisch um jede alte Linie herumarbeiten. Aber wenn du mit einem größeren, dunkleren Design leben kannst und dir die Zeit und Kosten für den Laser sparen willst, dann geht’s auch ohne.
Wie funktioniert die Laser-Tattooentfernung überhaupt?
Falls du dich für den Laser entscheidest, hier die Kurzfassung: Moderne Tattooentfernung nutzt sogenannte Picosekundenlaser, auch Pikolaser genannt. Diese Dinger schießen ultrakurze Lichtimpulse auf dein Tattoo – wir reden hier von Picosekunden, also dem billionsten Teil einer Sekunde. Klingt verrückt, ist aber genial.
Der Laser zertrümmert die Farbpigmente in deiner Haut in winzige Partikel. Die sind dann so klein, dass dein Körper sie über das Lymphsystem abtransportieren kann. Das dauert ein paar Wochen, deshalb brauchst du zwischen den Sitzungen auch Pausen von 6 bis 8 Wochen.
Für ein Cover-up musst du dein Tattoo übrigens nicht komplett entfernen lassen – das wäre viel zu aufwendig und teuer. Meistens reichen 1 bis 2 Sitzungen, um das alte Tattoo so weit aufzuhellen, dass ich als Tätowierer viel besser damit arbeiten kann.
Tut das Lasern weh?
Okay, die Frage kommt immer. Und ich will ehrlich sein: Ja, es ist unangenehm. Aber – und das ist die gute Nachricht – die meisten Leute sagen, dass es mit dem neuen Laser fast weniger weh tut als das Tätowieren selbst. Früher war das noch anders.
Das Gefühl wird oft beschrieben wie ein Gummiband, das auf die Haut schnalzt. Nach der Behandlung fühlt sich die Stelle ein paar Stunden lang an wie ein leichter Sonnenbrand. Viele Praxen arbeiten mit Kaltluft oder Betäubungscremes, um es erträglicher zu machen. Einige Praxen bieten eine intravenöse Analgosedierung an (das ist die, bei der dir alles total egal ist und du die Schmerzen nicht mehr spürst).
Natürlich gibt’s auch beim Lasern empfindlichere Stellen: Knöchel, Rippen, Finger – alles, wo die Haut dünn ist und direkt über dem Knochen liegt, ist unangenehmer. Aber Oberarme, Oberschenkel und Rücken? Da geht’s meistens ganz gut. Denk einfach daran, wie das mit den Schmerzen war, als du das Tattoo, dass du jetzt übertätowieren lassen willst. So ungefähr wird es dann sein.

Wie viele Sitzungen brauche ich für ein Cover-up?
Das ist die Frage, die alle stellen wollen. Und die Antwort ist: Kommt drauf an.
Für die Aufhellung vor einem Cover-up reichen meistens 1 bis 2 Lasersitzungen. Bei dünnen Linien oder Schattierungen kann manchmal sogar schon eine einzige Sitzung ausreichen. Amateur-Tattoos, die nicht so tief gestochen sind, sind oft nach 2 bis 4 Behandlungen hell genug.
Zum Vergleich: Eine komplette Entfernung würde durchschnittlich 5 bis 10 Sitzungen brauchen. Das ist ein riesiger Unterschied – sowohl zeitlich als auch finanziell.
Was die Anzahl der Sitzungen beeinflusst:
Größe und Tiefe: Je größer und tiefer, desto mehr Sitzungen.
Farben: Schwarz ist am einfachsten. Grün, Blau und Gelb sind hartnäckiger.
Alter des Tattoos: Ältere Tattoos gehen oft schneller weg.
Dein Immunsystem: Ein starkes Immunsystem baut die Farbpartikel schneller ab.
Wie lange muss ich zwischen den Sitzungen warten?
Geduld ist hier das Zauberwort. Zwischen den Lasersitzungen solltest du 6 bis 8 Wochen Pause machen. Deine Haut braucht diese Zeit, um zu heilen, und dein Lymphsystem braucht sie, um die zertrümmerten Farbpartikel abzutransportieren.
Und jetzt kommt der wichtigste Teil: Nach der letzten Lasersitzung solltest du mindestens sechs Monate warten, bevor du das Cover-up stechen lässt. Ja, sechs Monate! Ich weiß, das klingt lang, aber deine Haut muss sich vollständig regenerieren. Wenn du zu früh drüber tätowierst, kann das zu Problemen bei der Heilung führen und das Ergebnis beeinträchtigen.
Was passiert, wenn ich nicht lasern lasse?
Wie gesagt: Du musst nicht. Aber dann musst du mit ein paar Einschränkungen leben.
Ohne Laser gilt:
- Dein neues Tattoo muss deutlich größer sein als das alte.
- Es muss mit dunkleren Farben arbeiten, um das alte Motiv komplett abzudecken.
- Die Designmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Ich muss strategisch um die alten Linien herumarbeiten.
- Es besteht das Risiko, dass Teile des alten Tattoos durchscheinen, besonders bei dunklen Linien.
Mit Laser bekommst du:
- Maximale kreative Freiheit für dein neues Design.
- Die Möglichkeit, hellere Farben und filigranere Motive zu verwenden.
- Ein Ergebnis, bei dem das alte Tattoo komplett unsichtbar wird.
- Der Nachteil? Es dauert länger (mehrere Monate bis über ein Jahr) und kostet mehr. Aber dafür hast du am Ende ein Tattoo, das genau so aussieht, wie du es dir vorstellst, und nicht nur das, was technisch möglich war.
Wann lohnt sich der Laser, wann nicht?
Laser lohnt sich, wenn:
- Dein altes Tattoo groß, dunkel oder sehr detailliert ist.
- Du ein helles oder filigranes neues Design willst.
- Du bereit bist, Zeit und Geld zu investieren.
- Du maximale kreative Freiheit haben willst.
Direktes Cover-up ohne Laser funktioniert, wenn:
- Dein altes Tattoo klein und nicht zu dunkel ist.
- Du mit einem größeren, dunkleren Design leben kannst.
- Du schnell ein Ergebnis willst (oft nur eine Tattoo-Sitzung).
- Dein Budget begrenzt ist.
Ich hab schon beides gemacht, und beides kann richtig gut aussehen. Es kommt einfach darauf an, was du willst und was realistisch ist.
Was kostet die Tattooentfernung in Hamburg?
Okay, jetzt wird’s konkret. Ich hab dir mal ein paar Praxen in Hamburg rausgesucht, die mit der neuesten Lasertechnologie arbeiten. Die Preise variieren je nach Größe deines Tattoos, aber hier hast du einen guten Überblick mit Stand Dezember 2025:
blank. Ästhetische Laserbehandlungen
Technologie: Pico:premium Picosekundenlaser mit 4 Wellenlängen
Preise:
Bis 5 x 5 cm: 90 Euro
Bis 10 x 10 cm: 160 Euro
Bis 20 x 20 cm: 320 Euro
Bonus: 10 % Rabatt bei 4er-Paket, 20 % bei 8er-Paket
S-thetic Derma Hamburg
Technologie: PicoWay™ Laser
Preise:
Bis 5 x 5 cm: 119 Euro
Bis 10 x 10 cm: 209 Euro
Bis 20 x 20 cm: 419 Euro
Bonus: Pakete mit 4, 8 oder 10 Behandlungen verfügbar
NOe Clinics
Technologie: PICO Premium von intros medical (300 Picosekunden)
Preise:
Bis 5 x 5 cm: 99 Euro
Bis 10 x 10 cm: 169 Euro
Bis 20 x 20 cm: 299 Euro
Bonus: 10 % Rabatt bei 4er-Paket
Alle diese Hamburger Arztpraxen arbeiten mit modernster Picosekunden-Technologie, die schonender und effektiver ist als ältere Laser. Die meisten bieten auch eine kostenlose Erstberatung an, bei der du dein Tattoo zeigen kannst und eine genaue Kostenschätzung bekommst. Achtung: Lass das nur von Ärzten machen!!!
Mein Fazit: Was würde ich dir raten? Tattooentfernung bzw. -Aufhellung oder nicht?
Wenn du mich fragst: Für die meisten Cover-ups lohnt sich eine Laser-Aufhellung. Ja, es kostet mehr und dauert länger, aber du bekommst am Ende ein Tattoo, das genau so aussieht, wie du es dir vorstellst. Und das trägst du dann die nächsten Jahrzehnte auf deiner Haut.
Wenn dein altes Tattoo klein und nicht zu dunkel ist und du mit einem größeren, dunkleren Cover-up leben kannst, dann geht’s auch ohne Laser. Aber sprich auf jeden Fall vorher mit deinem Tätowierer. Wir können dir am besten sagen, was realistisch ist und was nicht.
Und noch ein Tipp: Wenn du dich für den Laser entscheidest, halt dich an die Heilungszeiten. Sechs Monate nach der letzten Lasersitzung klingen lang, aber deine Haut wird es dir danken. Und dein neues Tattoo auch.
Wenn du Fragen hast oder dir unsicher bist, schreib mir einfach eine Nachricht. Wir können uns dein altes Tattoo anschauen und zusammen überlegen, was der beste Weg für dich ist. Ich freu mich auf dich!
Dein Ozzy

